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Mangel trotz Überfluss

Eine ausgewogene Ernährung ist in aller Munde – doch was genau ist ausgewogen

Dabei scheiden sich die Geister und zu diesem Thema gibt es mittlerweile schon richtige „Ernährungs- Religionen“. Eines ist aber sicher – es gibt keinen Vorteil, ohne einem Nachteil und jede Ernährungsweise hat für sich seine Berechtigung und meiner Meinung liegt die Wahrheit, wie auch anders wo, in der Mitte.

Bei meiner Tätigkeit als Trainer fällt es mir immer mehr auf, dass ich Leute auf die kcal konzentrieren. Mehr Kalorien zuführen bedeutet jedoch nicht gleich auch mehr Nährstoffe zu sich zu nehmen und da liegt meiner Meinung ein großes Problem.

Ernährung soll jedenfalls nicht zur Religion werden, sondern muss einfach umsetzbar und praktikabel für den Alltag sein. Dazu hier meine grundlegenden Tipps:

➡️Ernährung muss langfristig gesehen werden
Die „Ernährung- Strategie“ muss langfristig umgesetzt werden können und die Lebensmittel müssen einem auch schmecken. Anders wird langfristig kein Erfolg möglich sein

➡️ Ernährung ist individuell
Was für den einen gut ist, muss nicht gleich auch für andere Personen gelten. Daher muss jeder für sich herausfinden, was einem gut tut und auch schmeckt.
Zum Beispiel bewirkt ein Porridge zum Frühstück bei vielen einen Blähbauch, was im Arbeitsalltag nicht gerade von Vorteil ist, obwohl Hafer sehr viele Vorteile mit sich bringt

➡️Vertretbarer Aufwand für die Zubereitung
Für die Zubereitung von gesunden Speisen muss ein vertretbarer Aufwand gegenüberstehen. Aber grundsätzlich ist für unverarbeitete Lebensmittel, wie zB gebratener Lachs mit Gemüse, der Zeitaufwand ohnehin viel geringer als wie für das geliebte Schnitzel mit Pommes

➡️Hunger und Gusto
Viele schaffen es nicht zwischen Gusto und Hunger zu unterscheiden und nehmen daher Nahrungsmittel meist im 2- Stundentakt, oder kürzer zu sich.
Grundsätzlich wird unser Hunger vom Hormon Ghrelin getriggert und wird vom Körper gesteuert. Gusto hingegen ist eine rein emotionale Gegebenheit

Viele Personen essen, weil alle essen und es die Gesellschaft, auch die Tageszeit vorgibt. Jedoch hilft es auch einmal den Körper zu schonen und nichts zu essen. Fasten, oder auch „Dinner Cancelling“ (min. 12 Stunden, besser 18 Stunden Nahrungskarenz) genannt – ist eine wahre Wohltat für den Körper

➡️Obst in Maßen
Viel hilft nicht immer viel. So ist es auch beim Obst. Zwei Portionen Obst (Beerenobst ist dafür optimal) pro Tag sind ausreichend und der Verzehr nach einer Hauptmahlzeit erscheint als sinnvoll - mehr Obst belastet die Leber, da der Fructose-Abbau in den Leberzellen vor sich geht

➡️Gemüse so abwechslungsreich wie möglich
Ein Faustformel für eine optimale Menge an Ballaststoffen ist das Körpergewicht x 10 = Ballaststoffmenge [g] / Tag

➡️Nahrungsmittel vs. Lebensmittel
Nahrungsmittel sind sehr oft Genussmittel, nicht für das Leben notwendig und vor allem auch weiterverarbeitet. Das heißt auch oft sehr energiereich Nahrungsmittel haben wenige Vitamine und Mineralstoffe. Als Beispiel eingelegtes Obst. Das Obst enthält nicht mehr die Nährstoffe, welche es frisch beinhaltet. Meist ist dieses Obst auch noch in Zuckerwasser eingelegt und übertrifft den eigentlichen Geschmack.

Ziel muss es sein energiereiche, aber nährstoffarme Nahrungsmittel zugunsten energiearmen, ballaststoff- und nährstoffreichen Lebensmittels zu ersetzen.

Viele Lebensmittel enthalten auch immer weniger Nährstoffe! Was bleibt nun, um die Erhaltung bzw. die Verbesserung der Gesundheit zu unterstützen? Eine Basissupplementierung ist daher für mich unumgänglich. Nahrungsergänzungsmittel sind aber kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung und ersetzen auch keine Mahlzeit wie es von vielen Nahrungsherstellern sehr oft beworben wird.
Basissupplemente sind Nahrungsergänzungsmittel, welche uns helfen und meist auch täglich eingenommen werden müssen, um das Risiko von Gesundheitsproblemen infolge von Nährstoffmangel zu minimieren.

Fakt ist, dass sich der Ernährungszustand vieler verschlechtert, obwohl wir im Überfluss leben – kurz gesagt es gibt einen „Mangel im Überfluss“ und das vor allem an Nährstoffen

„Eine gesunde Ernährung kann es nur dann sein, wenn Lebensmittel die Regel sind und Nahrungsmittel die Ausnahme bilden. Eine gesunde Ernährung ist eine vor allem bewusste Ernährung.“

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